Die Anfänge Gymnichs reichen über 2000 Jahre zurück. Abgesehen von bisherigen Nachforschungen wurde diese Tatsache vor kurzer Zeit durch die Funde von Siedlungsresten im Neubaugebiet am westlichen Rand von Gymnich untermauert.
Was die Entstehung des Ortsnamens angeht, so existieren verschiedene Thesen:
Die letztere Variante dürfte wohl als Sage gelten, da das Gedenkbuch als einzig bekannte Quelle gilt. Somit gelten die ersten beiden als die überzeugendsten Thesen.
Gymnich war über lange Jahrhunderte kein einheitlicher Herrschaftsbezirk, sondern in zwei Hälften geteilt: Das sogenannte "Obere Dorf" im Süden und das "Niedere Dorf" im Norden. Dabei befand sich das obere Dorf unter der Herrschaft des erzbischöflichen Amtes Lechenich, und das niedere Dorf unter der Herrschaft von Gymnich.
Das wohl unumstrittene Wahrzeichen von Gymnich, die katholische Pfarrkirche St. Kunibert, wurde ab dem 26.6.1759 erbaut. Sie ist eine Kirche im Barockstil mit einem für unsere Gefilde eher untypischen "bayrischen Turmhelm", allgemein auch "Zwiebelturm" genannt. Dieses Gotteshaus wird alljährlich an Christi Himmelfahrt bzw. zum Gymnicher Ritt zur Wallfahrtskirche für viele Pilger.
Im Jahr 1969 fand eine Kommunalreform statt, im Zuge dessen wurde Gymnich als Stadtteil zur neu gebildeten Erftstadt eingegliedert.
Gymnich bzw. das Gymnicher Schloss war Namensgeber der halbjährlichen informellen Treffen der EU-Außenminister ("Gymnich-style meeting" bzw. "Gymnich-Treffen"), die ab 1974 über viele Jahre hinweg auf Schloss Gymnich stattfanden.
Dieser kurze Abriss der Gymnicher Geschichte stellt natürlich nur einen winzig kleinen Teil der geschichtlichen Entwicklung dar. Es wird eine unserer zukünftigen Hauptaufgaben sein, diese Entwicklung mit all seinen Nuancen so genau und ausführlich wie möglich zu recherchieren und zu erforschen.